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Im wilden Ghettostan…oder wie einer nach dem anderen verschwindet

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15. September 2014 von Sydney Polart ©

Es war einmal ein Land das hieß Ghettostan und wir befinden uns in einer nicht allzu fernen Gegenwart. Wir schreiben das Jahr 2014. In diesem Land gibt es seltsam anmutende BrĂ€uche. Seine Bewohner und gerade die Jungen, tragen ihren Hosenboden mit Vorliebe zwischen den Knien, um fĂŒr ausreichend BelĂŒftung im Schritt zu sorgen und die MobilitĂ€t nicht ĂŒberzubetonen. Sie durchbohren ihre Körper mit Metallen an allen möglichen von der Sonne beschienenen und  unbeschienenen Stellen und nennen es Körperschmuck. Auch huldigen sie ihren Göttern mit allerlei Körperbemalung in Form von mit Tinte in die Haut gestochenen Motiven aller Art. Je außergewöhnlicher desto besser, schließlich steht ja der Selbstausdruck auf dem Spiel, und das geht nun mal nicht ohne Tinte und Metalle. Sprachlich versuchen sie sich auch wegen der die Artikulation beeintrĂ€chtigenden Metalle in Lippe und Zunge mit so wenig Wörtern wie möglich zu verstĂ€ndigen, um ihre geistigen FĂ€higkeiten hin zur nicht verbalisierten Telepathie weiterzuentwickeln. Gemeinhin wollen sie sich in Aussehen und Verhalten höchst möglich an ihre Ikonen angleichen. Diese wiederum verbĂŒĂŸen zumeist aufgrund eines Gesetzesverstoßes eine mehr oder weniger lange Haftstrafe. Die Verehrung geht auch dahin, dass die Verehrten dafĂŒr angebetet werden gegen alles und jeden aufzutreten, zu dem die AnhĂ€nger nicht den Mut aufbringen.
Die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende.
Als verheißungsvoll gilt, dass die nicht ganz von Wirtschaftsinteressen unabhĂ€ngige Wissenschaft nach langjĂ€hriger Forschung im Dienste der Weiterentwicklung der Menschheit unmittelbar vor dem Durchbruch der Entdeckung der Methode der artifiziellen Implantierung von Hirnpiercings zur besseren Stimulierung des Lust- und Kauf-Zentrums steht. Und in diesem Zusammenhang wurde auch gleich das menschliche BedĂŒrfnis an etwas zu glauben an die Entdeckungen der Wissenschaft gekoppelt deren materialisierte Erkenntnisse sich in Technologien ergießen und in Form von Produkten bei wenigen oligopolen HĂ€ndlern des uneingeschrĂ€nkten blinden  Vertrauens der Konsumenten erhĂ€ltlich sind. Die vormaligen kultischen PlĂ€tze wo Zeremonien abgehalten wurden, sind weitgehend dem Verfall preisgegeben und wurden vielerorts durch Shopping-Tempel ersetzt, worin statt Schauungen und Trancen andere Kulthandlungen abgehalten werden, wie Verkaufs- und Modelshows, Castings und Gewinnspiele. Der Gott Mammon, unter seinem anderen liberalen Namen ‚Die MĂ€rkte‘ sogar gefĂŒrchtet, verlangt schließlich auch seine Opfergaben und fordert von seinen Untertanen, dass sie ihm Respekt zollen und sie es nicht wagen ihn zu erzĂŒrnen. Und das lĂ€sst sich aus der Sicht der Wissenschaft und Wirtschaft am besten sicherstellen, indem die  Menschen durch Nanotechnologie optimiert werden, denn nur dann lĂ€sst sich gewĂ€hrleisten das  Menschen gute Konsumenten sind und ihren Gott ‚Die MĂ€rkte‘ besĂ€nftigen. Doch das ist diesem Gott noch nicht genug. Er verlangt nach immer neuen Menschenopfern und frischem Blut. Und solange man als braver unkritischer kaufkrĂ€ftiger Konsument nur nach seinen durch die Wissenschaft entwickelten, von Firmen erzeugten und vom Handel vertriebenen Produkten und Dienstleistungen und nicht nach ihrer ZweckmĂ€ĂŸigkeit oder sogar Sinnhaftigkeit fragt und auch sonst nichts hinterfragt, kann abgewendet werden, dass sich der Gott ‚Die MĂ€rkte‘ seine  Menschenopfer aus der eigenen Region holt, vielleicht sogar einen selbst, anstatt wie sonst aus den Erdteilen, aus denen die Wirtschaft um einen Spottpreis ihre Rohstoffe bezieht und/oder in denen sie ihre Produkte billigst herstellt. Doch wer in Ghettostan nicht mehr finanziell Schritt halten kann, der verschwindet ganz einfach, zuerst aus der BeschĂ€ftigtenstatistik und wenn man noch nicht oder nicht mehr berechtigt ist UnterstĂŒtzung zu beziehen auch aus den stolzen Meldungen jeder Wirtschaftsstatistik.
Doch noch schĂŒtzen die KaufkrĂ€ftigen vor diesem Schicksal ihre ĂŒberdimensionierten und durchtrainierten Daumen, die an Electronic Devices im Dauereinsatz UnermĂ€ĂŸliches leisten und weite Teile des Gehirns ersetzen. Besonders werden dabei diejenigen Gehirnareale ersetzt, die fĂŒr die einzig verbleibende Forschung, die wirtschaftsrelevant zu sein hat, eine zu wenig profitable, nicht fungible und letztlich unberechenbare Gefahr darstellen und freie und ungelenkte KreativitĂ€t hervorbringen. Denn in Ghettostan ist nur marktkonforme KreativitĂ€t oder anders ausgedrĂŒckt monetĂ€r verwertbare Innovation eine zulĂ€ssige und zu fördernde Variable.
Ach wie gut das niemand weiß, wie Ghettostan in Wirklichkeit heißt.

Dr. Dr. Immanuel Fruhmann

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